Watoto Kabisa

e.V. – das Keniaprojekt des Landesverbands Rheinland-Pfalz/Saar im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP)

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Was sonst noch so diese Woche passiert ist…

Diese Woche war bestimmt von vielen Fieldtrips, Schulbesuchen, Recherche, Treffen mit Ziegenexperten, Fahrten im Tuk Tuk mit Ziege zwischen den Beinen und einer Menge anderer Dinge.

Am Mittwoch war ich zum Beispiel an der Manyatta Arab, einer Grundschule direkt im Slum von Kisumu. Die Schüler sind zu etwa 70% Muslims. Diese Schule wird im Moment von der deutschen KfW neu gebaut. Wo früher dürftig zusammengeschusterte Blechhütten standen und einige Klassen unter den Bäumen unterrichtet wurden, werden bald nigelnagelneue zweistöckige Schulgebäude stehen. Die Not der Kids wird dies leider nur indirekt lindern. CADAMIC gibt auch weiterhin dort Uji (Porridge) als Schulspeisung aus. Da sich noch nicht mal alle Kids einen Becher leisten können, werde ich der Schule am Montag zusammen mit den Fussballtrikots, die die FV Olympia Ramstein durch Jochen Weidig schickt, auch 150 Plastikbecher mitbringen. Dann kann wirklich jedes Kind an der Schulspeisung teilnehmen.

In diesen Hütten werden die Kinder im Moment unterrichtet. Der Schulleiter von Manyatta Arab, Mr. Abdul hat mich nachhaltig beeindruckt. Selten habe ich einen Schulleiter, noch dazu in Kenya, getroffen, der sich so rühren um das Wohl seiner Schüler kümmert. Als wir ihn zuletzt beucht haben, hat er pesönlich zwei seiner Kids Becher aus der Küche besorgt, damit sie auch an der Schulspeisung teilnehmen können. Dabei ist sein Umgang super freundlich und jedes Kind freut sich ihn zu sehen.

Hier bin ich grade an der Kasarani Nursery, einem Kindergarten ganz um die Ecke. Der Blechschuppen ist das Klassenzimmer für bis zu 90 Kinder, die in 4 verschiedenen Alersstufen unterrichtet werden. CADAMIC arbeitet eng mit der Kasarany Nursery zusammen, unter anderem duch Ausgabe von Schulmaterial und Schulspeisung. Mich begrüßen die Kinder hier grade mit einem Gedicht.

In der Nähe der Kasarani Nursery wohnen auch die Mbwaos. Salome und ihre Brüder Barack und John wohnen in dieser Hütte mit ihrem Vater und ihrer Mutter. Auch diese Familie hat im Oktober eine Ziege (weiß, hinter meinem Bein…) erhalten. Im Moment sieht es so aus, als ob sie schwanger ist.

Wenn ich dann abends irgendwann ins Bett gehe, sieht es vor meinem Zimmer (ich schlafe im Büro von CADAMIC) so aus:

Inzwischen habe ich auch schon meine ersten Bekannten in den Buden und Ständen in der Nachbarschaft gemacht. Der lokale Barbier Sam hat mir heute sogar noch nicht mal mehr den Mzungu Preis (also 100% Aufschlag), sondern den, den die Locals für eine Kopfrasur zahlen, in Rechnung gestellt. Für 50 Shilling sieht man auch sofort wieder zivilisierter aus….

Lassa Salama,

Mitsch