Watoto Kabisa

e.V. – das Keniaprojekt des Landesverbands Rheinland-Pfalz/Saar im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP)

Kategorie-Archiv: Masai Mara

Massai mit und ohne Mara

(Michelle) Wow, endlich haben wir ein Nashorn gesehen.
Aber vielleicht erst einmal alles von vorne: Kurz nach unserem letzten Post tauchten einige traditionell gekleidete Massai in unserem Camp auf, um uns traditionellen Schmuck und Souvenirs fuer einen guenstigeren Preis als auf einem herkoemmlichen Massaimarkt zu verkaufen, wofuer sich auch reichlich Abnehmer fanden, die grossen Spass am fairen Verhandeln hatten. Kurz darauf machten wir uns auf den Weg zu unserem Evening Drive, dem zweiten, aber leider auch schon letzten Teil unserer Safari. Und an dieser Stelle muss ich noch einmal meine Aussage vom Beginn des Eintrages zitieren: Wow, wir haben ein Nashorn gesehen. Diese sind in der Massai Mara total selten. In diesem riesigen Nationalpark gibt es nur genau sieben davon. Natuerlich sahen wir auch wieder die selben Tiere wie am Morgen (auch Warzenschweine!!!).
Total ueberwaeltigt von den vielen Eindruecken verliessen wir kurz vor der Schliessung den Nationalpark und fuhren zurueck in unser Camp, um unser Abendessen vorzubereiten: Dieses Mal typisch kenianisch, mit Japati, Ugali und diversen Gemuesebeilagen. Als wir gegessen hatten, war der Abend wieder einmal schon relativ weit fortgeschritten und einige verabschiedeten sich nach der Abendrunde relativ rasch in die Betten. Die anderen jedoch setzten sich noch zum gemeinsamen Abendgespraech ans Feuer, sangen und beobachteten die Sterne… Doch auch die schoenste kenianische Nacht ist einmal vorbei, und in morgendlicher Dunkelheit klingelten die ersten Wecker. Wir packten unsere Sachen und Zelte ein, fruehstueckten und warteten gespannt auf den Beginn unserer Wanderung mit einigen Massaikriegern. Als diese kamen, ging es los in den afrikanischen Busch. Quer ueber Stock und Stein stapfend lauschten wir den Erklaerungen der Massai ueber Land, Flora, Fauna und Massai-Traditionen und erfuhren hierbei allerhand Wissenswertes und natuerlich auch Nuetzliches. Der anstrengedste, jedoch im Nachhinein auch lohnenswerteste Teil der Wanderung war der ultramegaharte Anstieg auf einen Berg, von dem aus wir eine ungaubliche und definitiv einmalige Sicht auf die weitenm Auslaeufer der Serengeti geniessen konnten und dies natuerlich auch taten. Mittlerweile sitzen wir wieder in unserem knuffig kleinen Hakuna Matatu und sind auf dem Weg zum Lake Naivasha, um heute Abend hoffentlich noch Nilpferde sehen und eine Bootstour machen zu koennen.
Es geht uns immernoch allen gut, wir haben vie Spass und freuen uns, bald endlich in Kisumu anzukommen und die Fruechte unserer Zusammenarbeit mit Cadamic mit eigenen Augen zu betrachten.

Eine Busfahrt, die ist lustig…

(Birte) Eine Busfahrt, die ist lustig – eine Busfahrt, die ist schoen. Den Bus bis zum Anschlag vollbepackt ruckelten wir auf einer sehr holprigen, roten Sandpiste Richtung Massai Mara. Wir kamen an Affen vorbei, die am Strassenrand und in den Baeumen sassen, an Kuh- und Ziegenherden, endloser Weite und kleinen Doerfern. Ein absolutes Highlight war das Rift Valley, die Schwarzteeplantage, die frisch gegrillten Maiskolben vom Strassenrand und unser Singen im Bus (von Kinderliedern ueber Weihnachtslieder und Karnevalsliedern bis Schlagern wie „Er gehoert zu mir“). Als wir der Massai Mara naeher kamen konnten wir zu unserer grossen Freude eine Giraffenfamilie direkt am Strassenrand sehen. Hin und wieder konnte man hysterische Schreie vernehmen, zum Beispiel wenn wir Zebras, Affen, Warzenschweine (!!!) oder Antilopen sahen.
Die Fahrt verlief laenger als gedacht, und so kamen wir doch nicht mehr vor Einbruch der Dunkelheit in der Massai Mara an. Wir tuckerten weiter und die Strasse verwandelte sich mehr und mehr in viele grosse aneinandergereihte Schlagloecher. Als wir alle gut durchgeruckelt waren erreichten wir gegen 20.30h unser Massai-Safari-Camp. Dort bauten wir im Dunkeln (ab halb 7 ist es naemlich in Kenia stockeduster) unsere Kohten auf. Nach einem kurzen Abendessen ging es dann in den Schlafsack.
Heute morgen klingelte schon um 5 der Wecker, weil wir etwas ganz Besonderes (due due due duem) vorhatten: einen morgentlichen Game Ride durchs Naturschutzgebiet. Hier sahen und fotografierten wir aus naechster Naehe gigantisch viele Tiere in freier Wildbahn: Elefanten, Loewen, Geparden, Gnus, Zebras, Wasserbueffel, Antilopen verschiedenster Art, Straussen, Warzenschweine (!!!), Geier, Marabus, Koenigskraniche, und was sonst noch so zum Eeeewigen Kreis gehoert.
Jetzt flaezen wir uns gerade in der afrikanischen Sonne und machen ein wenig Siesta. Wir ernaehren uns zu 60% von frischen Avocados, Bananen, Ananas, Orangen und so weiter.