Watoto Kabisa

e.V. – das Keniaprojekt des Landesverbands Rheinland-Pfalz/Saar im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP)

Kategorie-Archiv: Lake Naivasha

Happy Hippos, again

(Victoria) Zwar könnte ich jetzt einen etwa 200 bis 300 Meter langen Text über die Keniafahrt schreiben, und über das Gefühl, wieder zu Hause zu sein (was übrigens verdammt unwirklich scheint!). Jedoch bedeutet das für die Leser zu viel Runterscrollen, deshalb lasse ich das jetzt mal außen vor, bedanke mich bei der Fahrtengruppe, dem Land Kenia und dem ganzen Universum für diese einzigartige, unvergessliche Fahrt und möchte eigentlich nur darauf hinweisen, dass mein Artikel über den Lake Niavasha aus den Weiten des eben genannten Universums wieder aufgetaucht ist. Und sogar an chronologisch richtiger Stelle auf diesem Blog zu finden ist, nämlich hier: https://keniarps.wordpress.com/2011/10/05/ich-bin-ein-kleines-nilpferd/

Danke, und schlaft euch mal aus!

Impressionen…

Wir haben uns gedacht, jeder soll mal einen Satz fuer den Blog schreiben und darin festhalten, was er ueber den bisherigen Verlauf der Fahrt mitteilen will:

Jacky: Hier ist es klasse, das Wetter ist toll, ich freue mich auf die naechsten zwei Wochen und bin gespannt was mich erwartet und gruesse meine Familie und Freunde. Ich vermisse euch.

Manu: Es ist echt klasse, ich kann es fast nicht glauben, aber ich vermisse euch mega doll.

Alex: Ich bin total ueberwaeltigt von Kenia. Es ist hier so anders als in Deutschland. Gruesse an Freunde und Familie.

Jonas: Hier ist es sehr schoen und die Menschen total lieb. Schoene Gruesse an die Familie. Anna, alles Gute!

Caetch: Anders als erwartet, aber alles super! Die Menschen hier sind total nett.

Sophie: Unsere Erlebnisse hier sind so ueberwaeltigend, dass ich mir selbst nicht mal bewusst bin, wie ich mich fuehle waehrend all das passiert.

Jule: Der beeindruckendste Moment, der sich bei mir eingepraegt hat, war als sich ein kleiner Junge in zerrissenen Kleidern kaum getraut hat, einen Kuli aus unserer Hand anzunehmen, den wir ihm schenken wollten.

Caro: Neben dem Jamboree die beeindruckendste Fahrt ever! Wunderschoene Natur und aufregende Menschen. Baci an Charly + Doro & Bjoern, Oma und Freunde.

Steffi: Unsere Reise durch Kenia bringt uns jeden Tag schoene neue Erlebnisse und Erfahrungen. Man merkt jetzt ganz genau, wie dies unsere Gruppe zusammenschweisst. Ich fuehle mich hier sehr wohl und gruesse alle zu Hause.

Tobias D.: Das Land ist echt komplett anders, aber wenn man sich darauf einlaesst, wunderschoen. Wir haben schon viel erlebt und die Menschen sind klasse. Viele Gruesse an die Daheimgebliebenen (Mum, Dad, Nancy, Omi und die Freunde, die den Blog verfolgen)

Max: Meine Vorredner haben schon alles gesagt was ich sagen wollte, also schicke ich einfach nur Gruesse in die Heimat.

Luc: Es ist eine sehr interessante und neue Erfahrung, die ich hier mache. Wir machen jetzt zwar ein bisschen Tourizeugs, aber ich freue mich schon sehr auf Kisumu. Gruesse an das „schoenste Bundesland der Welt“ und an alle meine Freunde dort und anderswo auch.

Tobias F.: Kenia ist ein interessantes Land. Die Leute sind sehr nett und wir sind eine grosse und bunt gewuerfelte Fahrtengruppe. Ich habe vieles gelernt und schicke zum Schluss noch meine Gruesse nach Deutschland.

Moritz: Ich bin sehr beeindruckt von Kenia. Die Menschen hier sind viel „sozialer“ zueinander als in Deutschland, aber man kann auch ueberall die Armut sehen. Gruesse an alle Freunde und die Familie.

Malou: Kenia ist total aufregend und schoen, jedoch gibt es auch „schlechte Seiten“: Die Armut! Ich persoenlich weiss meistens nicht genau, wie ich auf bettelnde Menschen oder Kinder reagieren soll. Ich moechte nicht unhoeflich sein… Aber als jetziges Update kann ich nur sagen: Die Fahrtengruppe gefaellt mir. Die Kultur gefaellt mir. Das Land gefaellt mir. Unterm Strich geht es mir supi. Die allerliebsten und suessesten Luftkuesschen an meine Familie und Freunde.

Mona: Dieses Land zeigt mir jedes Land neue Seiten: Heute habe ich zum Beispiel einen Mann gesehen, der auf seinem Fahrrad ein Sofa transportiert hat. Es ist sehr faszinierend, wie sehr die Menschen hier auf die Natur angewiesen sind. Liebste Gruesse an alle meine Lieben zu Hause, besonders an Jacomo.

Jochen: Koennten wir es schoener haben? Wir duerfen Afrikas schoenste Seiten erleben und bekommen andererseits aufgezeigt, wie gut es uns zu Hause eigentlich geht: Daran kann jeder nur lernen. Gruesse in die schoenste Stadt, die Welt, und an Elena. 10.10.2011

Lena (Flueppchen): Erschuetternd, beeindruckend, umwerfend oder praegend – das ist die Reise fuer mich in Worten. Ich bin unglaublich dankbar, dass die Reise meine Einstellung zu vielen Dingen veraendert. Es ist einmalig, nicht nur als Tourist, sondern hautnah Kenia kennen zu lernen. Dankeschoen an alle, besonders an meine Eltern und Grosseltern fuer diese unvergessliche Zeit!

Julia: Unglaubliche Eindruecke, unfassbare Gegensaetze, wunderschoene Natur, beaengstigende Lebensumstaende, leckere Fruechte, keine Muellentsorgung. Wir erleben in kurzer Zeit so viel und ich bin supergluecklich, ein Teil dieser Fahrtengruppe zu sein. Allerliebste Gruesse nach Hause.

Guppy:
Wuerziger, suesser Kaffee
Ein Schuss Milch im schwarzen Tee
Unglaubliche Vielfalt an Pflanzen und Tier
Ein so ganz anderer Flecken Erde
Bleib uns erhalten, der Welt und mir!

Hier, dort und da
Die Menschen sind uns nah
Und doch so fern
Viele Dinge die wir nun in uns tragen;
Vieles haben wir im Herzen gern,
Anderes liegt im Magen schwer.

Mitsch: Dreijaehrige Kinder, zerlumpt, dreckig, mit Flipflops Groesse 45 und dem sattesten Lachen, das man sich vorstellen kann. Grossartige Begegnungen, sobald man den Menschen glaubhaft gemacht hat, dass man kein europaeischer Goldesel ist, trotz heller Haut. Gruesse an den LV Schleswig-Holstein, Chisum, meine Familie und Sabrina.

Michelle: Zitat Titus: „It’s all part of the trip!“ Wenn wir uns nur darauf einlassen, werden das hier drei der schoensten und spannendsten Wochen in meinem Leben, hier in der bunten Vielfalt Kenias.

Birte: Affen am Strassenrand, winkende Kinder, Obstverkaeufer laufen ueber die Strasse, Kuh- und Ziegenherden grasen am Strassenrand, Tee-, Zuckerrohr- und Reisplantagen. Kenia zeigt sich in seiner ganzen Vielfalt und ist atemberaubend in jeglicher Hinsicht.

Nadine: Gruene Teeplantagen, weite Savannen, grandiose Tierwelt, wunderbare Menschen, seltsame Sitten, andere Sprachen, leckeres Essen, und wir duerfen das alles erleben und den Alltag mit unseren Freunden von Cadamic teilen – eine einmalige Erfahrung!

Victoria: All meine Impressionen in einem Satz zu beschreiben ist unmoeglich, und es waere sogar unmoeglich sie in ganzen 24548276 Saetzen zu beschreiben. Und so moechte ich in diesem Sinne eigentlich nur sagen: „Afrika, oh Afrika, alle lieben Afrika.“ Fuehlt euch gedrueckt!

David: Warzenschweine (!!!) laufen zum imaginaeren Koenig-der-Loewen-Soundtrack durch die Massai Mara. Und der rote Staub!!! Eieiei, ich bin in Kenia, und trage schon jetzt Kenia in meinem Herzen! Das schlaegt im Beisein von Hippos oder Loewen ein gutes Stueck schneller, oder auch einfach wenn die Kinder am Strassenrand uns zuwinken und anlaecheln. Gruesse kabisa!

Carmen: Trotz anfaenglicher Unsicherheiten mit der englischen Sprache habe ich mich nun gut zurechtgefunden und geniesse den Austausch mit Titus. Er hat uns bis jetzt fabelhaft begleitet und uns grossartige Einblicke gewaehrt. Besondere Gruesse an Mama, Papa und Moritz. P.S.: Zebras haben die knackigsten, schoensten Hintern!

An dieser Stelle wollen wir uns fuer die regen Kommentare auf dem Blog bedanken, die wir gespannt verfolgen, macht weiter so! Und jetzt stellen wir euch daheim ein paar Fragen:
1. Wie ist das Wetter?
2. Wie viel kostet ein Paeckchen Lebkuchen?
3. Und ein Liter Super?
4. Wie war der letzte Tatort?
5. Und wer hat eigentlich den BuViSoCo gewonnen?
6. Nennt bitte eine derzeit wichtige Schlagzeile!
7. Gibt es die FDP eigentlich noch?
8. Hats schon gefroren?
9. Hat Griechenland die zweite Rate erhalten?
10. Noch Fragen?

Ich bin ein kleines Nilpferd

(Victoria) Der Lake Naivasha. Sich langsam wogendes, bis zu 18 Meter tiefes Wasser. Baeume, Straeucher und Wasserlilien. Ueber 300 Vogelarten. Fische. Nilpferde. Und? Dunkelheit. Denn wir sind abermals etwas spaeter angekommen als urspruenglich geplant, und so beeilten wir uns mit dem Kohtenaufbauen im Camp am See, um so bald wie moeglich essen zu koennen.

Nach der Abendrunde liess uns jedoch der Gedanke, den Abend in der Naehe von suessen, dicken Nilpferden zu verleben ohne diese knuddeln zu koennen, keine Ruhe, und so naeherten wir uns dem Ufer, um nach Hippos Ausschau zu halten. Leider naeherten wir uns aber auch einem elektrischen Schutzzaun, und nur eine aufmerksame Gruppe israelischer Touristen rettete uns vor dem nilpferdvernichtenden Stromschlag. Dann jedoch, als wir Nilpferdgeraeusche imitierend am Zaun entlangliefen, fiel uns beim Anblick des ersten direkt neben uns grasenden Hippos, das sich nicht spaeter faelschlicherweise als Baeume herausstellte, nichts besseres ein, als zu hyperventilieren – was das Nilpferd dazu bewegte, erst in einigen Metern Entfernung wieder weiterzuschmatzen. In der Naehe entdeckten wir noch mehr Nilpferde, die zwar knuddelig aussahen, aber wohl doch lieber nicht geknuddelt werden sollten – denn wozu gab es schliesslich einen Elektrozaun?! Stattdessen begannen wir unsere Singerunde im kleinen Kreis mit einem Woelflingslied:

„Ich bin ein kleines Nilpferd und wiege hundert Pfund.
Mein Speck ist mir sehr viel wert, er macht mich kugelrund.
Ich bin ein kleines Nilpferd und war noch nie am Nil,
wenn einer mal zum Nil faehrt, der Nil ist auch mein Ziel.“

Wurde uebrigens schonmal erwaehnt, wie unglaublich nervig es beim Schreiben ist, dass auf der englischen Tastatur y und z vertautscht sind? Grr.

Heute Morgen fuhren wir dann endlich mit Motorbooten und muellautofarbigen Schwimmwesten hinaus auf den im Licht der aufgehenden Sonne glitzernden Lake Naivasha. Wir sahen Scharen von Pelikanen, bestaunten jagende Fischadler und Moewen am Himmel ueber uns. Durchs seichte Wasser stacksten Stoerche und Kormorane, und auch die Landschaft um den See herum war ultrabeeindruckend. Und daaaann? Dann tauchtend endlich ruhig schnaubende Hippokoepfe aus dem Wasser auf, kaum vier Meter von uns entfernt – und die Bootstour war zu 100 Prozent atemberaubend.

Mittlerweile holpern wir schon wieder im Hakuna Matatu zusammengeschweisst (!) weiter, nachdem wir eben im Ort fuer umgerechnet 80 Cent pro Person ein riesiges, reichhaltiges Fruehstueck genossen haben. Jetzt versuchen wir, unsere Buszeitvertreibsmethoden zu perfektionieren und freuen uns unheimlich auf Kisumu, unser ziel, wo wir die naechsten Tage verbringen und endlich die Arbeit von Cadamic sowie den Alltag in Schulen und Familien hautnah erleben werden. Watoto Kabisa!