Watoto Kabisa

e.V. – das Keniaprojekt des Landesverbands Rheinland-Pfalz/Saar im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP)

Kategorie-Archiv: Kisumu

Goats are green?

Sind Ziegen grün? Nein, natürlich nicht!
Aber krank sind sie. Zumindest ein paar von ihnen.

Aus diesem Grund war während unseres Aufenthalts im Dorf der Ziegendoktor zu besuch. Kranke Tiere wurden untersucht und behandelt. Allesamt wurden geimpft.
Besonders die Tse Tse Fliege macht der Farm momentan schwer zu schaffen. Seit Davids letztem Besuch sind weitere Tiere gestorben. Gerade Ziegen die nicht in näherer Umgebung geboren und über den Viehmarkt zugekauft wurden, sind lokalen Krankheiten schutzlos ausgeliefert. Auch entsprechende Medizin kann nur selten helfen.

Im Dorf geborene Tiere kamen weit aus besser davon. Ohne Probleme haben sie sich den Gegebenheiten angepasst und auf natürliche Weise Abwehrstoffe gebildet. Zwar bieten diese auch keinen einhundertprozentige Schutz, aber immerhin kommen sie besser davon, als die Markttiere.

Wegen des Ziegenrückgangs wurde in Rücksprache mit dem Cadamic Office beschlossen, vorerst keine weiteren Farmziegen auszugeben. Schließlich braucht man erst mal viele gesunde Tiere um im großen Stil welche auszugeben. Da die Tiere in den Familien aber benötigt werden, kauften wir fünf Ziegen auf dem Markt um sie Begünstigen in weniger Tse Tse Fliegen belasteten Gebieten zukommen zu lassen.

Am frühen Morgen ging es dann auf den Ziegen und Ochsen Markt um besagte fünf Tiere zu kaufen. Am Nachmittag hatte Berlin vom Cadamic Office einen Termin zur Übergabe ausgemacht. Es galt, die Tiere zu verladen und nach Kisumu zu bringen. Die Begünstigten trafen nach und nach ein und am Ende gingen alle glücklich mit ihrer eigenen Ziege nach Hause.

Es folgen Bilder der Ziegen und Begünstigten.

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Flo

Go for green!

David und Dan starteten im Sommer letzten Jahres die grüne Revolution. Das hat nichts mit dem Garten zu tun. Dieser ist nämlich bereits grün! Schuld daran ist mehr oder weniger Jochen. Er hatte sich bei der Keniafahrt 2011 gefragt, weshalb Schulen den fußballbegeisterten Kindern kein entsprechendes Equipment bereitstellen. Bälle waren so gut wie keine vorhanden. Von Trikots ganz zu schweigen. Er selbst Fußballer, fragte dann Dan, ob man da nicht was machen könnte.

Wieder Zuhause angekommen, wurde schließlich damit angefangen, Fußballsachen zu sammeln. Vereine als auch Privatpersonen spendeten unzählige Shirts, Hosen, Stutzen, Schuhe und Bälle. Ganze Trickotsets waren dabei. Alles gebraucht aber noch Top in Schuss.

Als David und Dan dann anfingen die Sachen zu verteilen, kam die Idee auf, dass Schulen im Gegenzug Baumsetzlinge pflanzen sollten, die für die Spenden eingetauscht werden sollten. Die eine Hälfte der Setzlinge behält dabei die Schule, die andere soll an einem zentralen Ort gepflanzt werden. Von diesem Sammelpunkt können in Zukunft wiederum Setzlinge aller Arten ausgegeben werden. Dadurch soll einer Dezimierung der heimischen Baumarten entgegengewirkt werden.

David postete ja bereits fleißig Bilder der neuen Schulmannschaften. Hier kommen jetzt ein paar von mir dazu. Wir haben das Projekt ausgeweitet und weitere Schulen mit ins Boot geholt.

Bei einem Trickotsatz in Größe XL war es uns sogar möglich, ein Lehrerteam auszustatten 😉

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Natürlich wurden die Bälle direkt getestet. Wie soll es auch anders sein!

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Flo

Trikots kabisa!

Gestern und heute war ich ziemlich viel unterwegs: Gemeinsam mit Bernard und heute auch Dan habe ich insgesamt sechs Schulen besucht, an denen wir Fussballtrikots ausgegeben haben, die Jochen mit viel Einsatz zusammengetragen hat.

Diese Aktion wurde leider sehr ans Ende meines Aufenthalts geschoben, weil die Lehrer nach den Ferien ueber drei Wochen gestreikt hatten. Dementsprechend spaet (letzte Woche) konnten wir die Schulen ueber unseren Plan informieren: Die Schueler sollten Setzlinge heimischer Baeume als Gegenleistung anbringen. Umso ueberraschter waren wir alle, als wir nach so kurzer Zeit ueber 3 Kofferraumfuellungen voller Setzlinge bekamen – und manche Schulen erbaten sich sogar mehr Zeit!

Morgen frueh gehts auf nach Mbuye, deshalb gibts jetzt weniger Text und mehr Bilder:

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1. FC Kuhdo

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Borussia Alango

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Kanyamedha United beim Training

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Kodiaga FC (uebrigens Jungen- und Maedchenmannschaft gemischt)

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Schueler in Kodiaga helfen dabei, die Setzlinge einzuladen

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Manyatta Arab Volleyballers

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Bonde Kakoko Allstars beim Training

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Bernard mit einer der drei Kofferraumfuellungen Baumsetzlingen

Ihr seht, es gibt einige tolle Neuigkeiten. Morgen frueh fahren wir mit den im letzten Foto sichtbaren Baumsetzlingen nach Mbuye, wo diese unsere eigene Baumschule begruen(d)en werden. Es geht voran!

In diesem Sinne,

David

Kisumu, Mbuye, Kisumu

Hallo! Ich habe meinen Vorsatz, regelmaessiger zu berichten nicht vergessen, es war einfach nur immer so viel zu tun… Und dank der ergiebigen, taeglichen Regenfaelle in Kisumu gibt es hier vor allem Abends oefters mal Stromausfaelle, die mir einen Strich durch die Rechnung machen. Aber was solls, kommen wir zum Wesentlichen:

Am Samstag bin ich mit Robert und seinem besten Freund Calvins, der auch einmal die Ziegenfarm sehen wollte, aus Kisumu aufgebrochen. In Maseno haben wir versucht, Samen zu kaufen, letztendlich hatten sie die Pflanzen, die wir wollten jedoch nicht vorraetig und wir mussten unverrichteter Dinge nach Mbuye fahren. In den folgenden Tagen haben wir dort viel gearbeitet: Wir haben einen Teil des Felds mehrfach umgegraben und bewaessert. Der Moneymaker ist bereits nach einer Woche neben der Djembe (eine Art breite Hacke) zum wichtigsten Arbeitsgeraet auf dem Feld geworden. Unter anderem wird er auch dazu genutzt, den Watoto-Kabisa-Zuchtziegen Trinkwasser bis hinter den Zaun anzuliefern:

Ausserdem haben wir Napier Grass und Desmodium abgeholt, die beiden Pflanzen sollen zur Ernaehrung der Ziegen genutzt werden und auf dem Feld angepflanzt werden. Der wichtigste Tag in Mbuye war jedoch der Dienstag: Mr Juma aus Kisumu und zwei Tieraerzte aus Bondo waren eingeladen worden, um eine umfassende Ziegenschulung fuer das gesamte Dorf abzuhalten und alle wichtigen Faktoren der Ziegenzucht zu beleuchten. Leider konnte ich, da ich dem Luo im Allgemeinen dann doch eher weniger maechtig bin, kaum etwas verstehen, aber die Hauptsache ist doch schliesslich, dass alle relevanten Informationen bei den Dorfbewohnern ankommen. Ich bin der Meinung, sie haben stark vom Training profitiert und wir haben eine sehr gute Schulung auf die Beine gestellt.

Seit Dienstag Abend bin ich wieder in Kisumu, und auch hier gibt es alle Haende voll zu tun: Zusammen mit Bernard habe ich Kohdo, eine Schule in einem entlegenen Ecken des groessten Slums Obunga, mit einer 100kg-Ration Porridge fuer die Schulspeisungen versorgt. Der dreiwoechige Lehrerstreik ist seit Dienstag endlich um, und jetzt beginnen die interessanteren Teile der Arbeit in Kisumu. Naechste Woche werden dann auch endlich einige Fussballtrikots ausgegeben! Mehr dazu bald!

Beste Gruesse, David

Im Sueden gibts Neues

Eigentlich sollte man meinen, unter Kenianern hat man genuegend Zeit zum bloggen, aber irgendwie passiert es dann immer wieder doch, dass der Blog wochenlang unangetastet bleibt. Ich werde dieses Mal wirklich versuchen, etwas regelmaessiger zu schreiben. Dazu habe ich noch drei Wochen Zeit…

Seit unserer kurzen Meldung, dass wir auf Reisen sind, haben Michelle und ich viel gesehen: In Nyeri haben wir ein bisschen Kultur fuer Pfadfinder gemacht und Baden-Powells Grab und Alterswohnsitz besichtigt. Noch am selben Abend sind wir mit dem Nachtbus nach Watamu Beach gefahren, wo wir ein paar ruhige Tage verlebt haben und unter anderem die Ruinen der verlassenen Swahilistadt Gedi besichtigt haben. Vor unserer Rueckfahrt hatten wir auch noch ein paar Stunden Zeit, Mombasa zu erkunden, und zurueck in Nairobi haben wir uns zusammen mit Steve das Nationalmuseum angeschaut.

Michelle und ich in Gede

Dann ging irgendwann Michelles Rueckflug, und seit letztem Donnerstag bin ich alleine in Kenia. Ich habe mir Madodo, Dans Projekt in Nairobi, etwas genauer angeschaut als bei unserem Besuch im Vorjahr, und bin dann samstags mit Dan und zwei Madodo-Volunteers aus den USA Richtung Mbuye aufgebrochen.

In Mbuye angekommen, haben wir den Moneymaker ausprobiert, den Mitsch im Fruehjahr angeschafft hatte: Eine Fusspumpe zum Wassertransport aufs Feld. Nachdem wir ein paar moegliche Varianten des Anschlusses an das Bohrloch getestet hatten, machten wir dann auch schnell Naegel mit Koepfen und eine Klappe in die Betonabdeckung des Bohrlochs. Spaeter haben wir noch das bereits abgehackte Buschwerk verbrannt, somit ist das Feld komplett bepflanzbar – und damit wurde auch schon begonnen!

Ich bin, seitdem ich Dan und die beiden Amerikaner zum Bus gebracht hatte, alleine in Kisumu. Die letzten beiden Tage war ich mit Berlin und Bernard unterwegs, um die Familien, die im letzten Jahr Ziegen bekommen hatten, zu besuchen und deren Ziegen mit Ohrmarken zu taggen. Dabei haben wir nicht nur schoene Rueckmeldungen bekommen: drei Ziegen sind leider gestorben. Es bleiben aber noch ueber 20 Ziegen, die alle bei guter Gesundheit sind und zum Teil sogar schon Nachwuchs haben, andere sind schwanger – eine Jahresbilanz, mit der wir durchaus zufrieden sein koennen und die mich in meiner Ansicht bestaerkt, dass die Ausgabe von Ziegen eine runde Sache ist. Durchweg alle Leute geben sich sehr viel Muehe, und somit bin ich auch sehr optimistisch, dass die hoeherwertigen Ziegen aus unserer Zucht in Mbuye vertrauenswuerdige Besitzer finden.

Apropos Mbuye: Dort werde ich mein Wochenende verbringen, am Dienstag gibts dann ein weiteres Staff Training.

Beste Gruesse, David

Ziegerehrung

Jambo!
Verzeiht, dass wir uns so lange nicht gemeldet haben – aber wir waren auch nicht gerade untaetig!

Steppvisite in Bondo

Am Dienstag waren wir fuer einen halben Tag in Mbuye um uns einen groeberen Ueberblick ueber die anstehenden Projekte zu verschaffen. Zuerst besichtigten wir den von Mitsch im Fruehjahr errichteten Ziegenstall, in welchem mittlerweile schon einige Ziegen wohnen. Neben dem Bock Balotelli gibt es einige Gallas und wenige Alpines, ausserdem frisch geschluepften Nachwuchs. Gerade fuer die Alpines ist es wichtig, schnellstmoeglich spezielles Futter anzubauen. Deshalb steckten wir das Land ab, das wir naechste Woche zum Futteranbau einzaeunen wollen. Einen Teil davon wird die Dorfbevoelkerung auch fuer Gemuese nutzen koennen.

Robert mit dem gar nicht mal mehr so kleinen Pendant zu Mitsch

Nach einer Mahlzeit in Mikes Huette, bei der wir auch den kleinen Mitsch Otieno kennenlernten,  fand dann doch noch die angekuendigte Ziegenschulung statt, die sich allerdings auf das Noetigste beschraenkte. Abschliessend fuhren wir mit Motorbike und Matatu (Rekordverdaechtige Passagierzahl: 29!) wieder zurueck nach Kisumu.

Home Visits

Eine Ziege mit ihrer neuen Ohrmarke

Den Rest der Woche verbrachten wir hauptsaechlich damit gemeinsam mit Berlin und Bernard die Familien zu besuchen, denen wir im Oktober schon eine Ziege geschenkt hatten (Zur Auffrischung: https://keniarps.wordpress.com/2011/10/10/ziegen-ziegen-und-nochmal-ziegen/). Von diesen Tieren sind noch fast alle am Leben, einige von ihnen haben sogar schon Nachwuchs bekommen! Ausserdem sind sie alle bei guter Gesundheit und die Familien sehr dankbar. Da wir schon einmal da waren, bekam jede „unserer“ Ziegen auch gleich eine Ohrmarke um die Dokumentation des Ziegenprojektes zu erleichtern.

Gaby mit seiner traechtigen Ziege

Einer unserer Besuche fuehrte uns auch zu Gaby, dem kleinen Albinojungen von dem auch Mitsch schon viel berichtet hat. Er erzaehlte uns, dass seine Ziege schon zum zweiten Mal traechtig sei – das erste Jungtier ist leider verunglueckt.
Ausserdem brachten wir ihm Sonnencreme mit, damit er sich auch laenger im Freien aufhalten kann.

 

Kinder in Obunga

Den Grossteil der naechsten Woche werden wir in Bondo verbringen und unter anderem den Zaun errichten.

Liebe Gruesse an alle Leser,

David, Jan und Michelle

Neuigkeiten aus Bondo und Kisumu

Hallo Freunde,

viele Grüße aus Kisumu. Ich habe die letzten Tage auf dem Land im Dorf bei Bondo mit Dan und seiner Familie verbracht. Hier ist es unglaublich heiß, fast ist das schon eine echte Dürre und es droht erste Nahrungsengpässe zu geben. Die Felder der Bauern auf dem Land verdorren und wann das nächste mal ausgesät werden kann ist ungewiss.

In der Stadt schiessen die Lebensmittelpreise schon jetzt in die Höhe. Ein kümmerlicher, faustgroßer Kohlkopf ist schon jetzt für die Familien kaum noch erschwinglich
Heute bin ich wieder im Büro von Cadamic und werde die Manyatta Arab und die Kasarani Nursery School besuchen.

Gestern habe ich den Ochiengs eine neue Ziege vorbeigebracht, weil ihre erste unglücklicherweise gestorben war. Die Lebensumstände dieser Familie zu sehen, war wirklich zutiefst bedrückend.

Wer kann sich schon eine Kindheit vorstellen, in der man nie weiß, ob es am nächsten Morgen was zu essen geben wird. Und das nachdem man eine Nacht auf dem kalten, nackten und schmutzigen Boden verbracht hat.

Kevin, Stephen, und Diana Ochieng mit ihren zwei kleinen Geschwistern und ihrer Mum. Die Familie lebt zusammen auf 6 qm mit 7 Menschen. Für Mutter und Vater gibt es im einzigen Raum, den die Familie bewohnt, ein dürftig mit einer Gardine als Raumteiler abgetrenntes Bett. Die Besitztümer der Familie liegen in einem Koffer in einer Ecke. Im Raum gibt es sonst keine Möbel.

Die Kinder haben nichts, auf dem sie schlafen können, außer dem nackten Boden. Keine Decke, keine Matratze…

Die Mutter der Familie verdient sich ein paar Schilling, indem sie gerösteten Mais verkauft, der Vater verkauft Wasser, 20 Liter für 10 Schilling, damit macht er einen Gewinn von 5 Schilling pro 20 Liter, da er das Wasser für 5 Schilling einkaufen muss….

Viele Grüße nach Deutschland,

Mitsch

Ein paar Fotos…

(David) Immer wieder kommentiert ihr verstaendlicherweise, dass ihr gerne mehr Fotos sehen wollt. Das war leider in der letzten Zeit nicht einfach, weil unser Netbook leider nicht nur langsam ist, sondern auch noch einen recht schnell entladenden Akku hat, das hat schon ohne Bilder oft genug fuer Zittern gesorgt, ob wir nun schnell genug fuer den Akku sind. Im Moment sitze ich an einer Steckdose im Lehrerzimmer der St Benedict Primary School in Nairobi und hole zumindest mal ein paar Fotos nach (in geringer Aufloesung, denn auch der Safaricom-Surfstick ist recht lahm…

Hier sind wir gerade in Bondo Town, wo wir auf dem Rueckweg vom Ziegenmarkt der Mutter von Maureen und Zeddy einen Besuch abgestattet haben. Wir singen gerade "Ich kenne Europas Zonen".

Zeddy fuehrt die ersten dreizehn Ziegen zur Uebergabe an die Eltern. Zeddy war uebrigens von der Massai Mara bis heute vormittag bei uns und wir hatten eine tolle Zeit mit ihm.

Auf dem Gipfel des Serawongo sind wir auf die Wasserspeicher geklettert, hier sind Jonas, Jule und Steven (Dans Neffe) im Bild. Dahinter sieht man den Lake Victoria.

Ziegen, Ziegen und nochmal Ziegen

(Mona, Victoria, David) Am Freitag morgen ging es wie immer ziemlich frueh los, dieses Mal fuhren wir nach Bondo auf den Ziegenmarkt. Es gab auch Rinder, Schafe und Esel, aber wir waren ja wegen der Ziegen hier. Mitsch verhandelte den Kaufpreis dreier Ziegen, weitere 22 hatten vorher schon Cadamic gekauft, da sie beim Verhandeln ernster genommen wurden.
Stunden zu spaet kamen wir dann an der Kodiaga Primary School an, wo wir von aufgeregten Kindern begruesst wurden. Wieder wurden wir abgeklatscht und ausgiebig mit Gesang und Tanz (zum Mitmachen, yeah!) willkommen geheissen. Nach einigen Reden uebergaben wir 13 Ziegen an besonders arme Familien der Schule. Sie bedankten sich mit der Swahili-Version von Amazing Grace, was hier nur zu ganz besonderen Anlaessen gesungen wird.
Anschliessend fuhren wir wieder in unsere Lieblingsschule, die Ogango Primary School. Hitze und Stress hatten uns zwar zugesetzt, jedoch zauberte uns der begeisterte Empfang der Kinder wie schon am Vortag ein Laecheln ins Gesicht. Als wir begannen, mit ihnen deutsche und afrikanische Tanzspiele zu spielen, ging die Party ab. Vor lauter Spass bekamen wir von der Ziegenuebergabe, die auf Mitsch, Carmen und Nadine zurueckfiel, gar nichts mit.
Doch auch die groesste Party ist mal zu Ende, und wir fuhren hungrig und muede, aber gut gelaunt zurueck zu unserem Campground. Nach ewigem Schlangestehen an der Supermarktkasse war es dunkel, als wir dort ankamen. Voellig am Ende, wurden wir von den kenianischen Scouts schon sehnlichst erwartet. Trotz Erschoepfung freuten wir uns ueber das fuer uns zubereitete Abendmahl und stellten uns gegenseitig vor. Nach einem langen Tag waren wir voellig am Boden, wo wir guenstigerweise unsere Schlafsaecke vorfanden. Nicht nur die Hitze, sondern auch die Kenyan Time macht uns zu schaffen: Ueber den ganzen Tag sammeln wir Verspaetungen und geplatzte Terminabsprachen wie Bonusmeilen. Als Ventil dient uns immer oefter das Schnaps-Lied. Aber was solls, wir wussten ja, dass Afrika kein Zuckerschlecken ist, aber Zuckerrohr schmeckt eigentlich sehr lecker!

Samstag: Endlich mal ausschlafen, bis uns die Hitze aus den Schlafsaecken trieb – also um halb 8 (6.30h bei euch).
In duennsten Klamotten traten wir bei verschiedenen Spielen gegen die dick vermummelten Scouts an. Nach dem Sackhuepfen, spaetenstens nach dem Volleyball lagen die meisten von uns unter dem selbstgebauten Sonnensegel. Jetzt ging es froehlich auf zum Hardcore-Chillen, das uns den Schweiss auf die Stirn trieb. Es ist hier nichts besonderes, ohne Anstrengung vier Liter Wasser am Tag zu trinken.
Nach spaetem Mittagessen und einer Reflexionsrunde kochten wir in den Sippen super leckeres Essen, wie zum Beispiel Kartoffeln mit Mango-Auberginen-Bananen-Paprika-Ingwer-Erdnuss-Kokos-Chilisauce (yummi!!). Nun ging es zum Campfire der kenianischen Scouts, wo wir die altbekannten Singspiele darboten. Zu Beginn machte die
Begegnung Spass, aber irgendwann begann die militaerische Ausrichtung der Pfadfinder unsere antiautoritaer erzogenen Gemueter zu penetrieren. Um wieder runterzukommen starteten wir danach eine Singerunde im kleinen Kreis.

Mittlerweile ist Sonntag, und in etwa zwei Stunden werden wir nach Bondo aufbrechen. Wir freuen uns schon auf die Begegnung mit Dans Familie und das Landleben am Ufer des Victoriasees. Ach ja, und was in diesem Post vielleicht etwas untergeht: Uns geht es gut und wir erleben eine Menge.

Servus, Gruezi und hallo von uns an euch!

Die letzten zwei Posts wurden nachtraeglich abgeschickt, weil wir erst jetzt wieder Guthaben auf dem Surfstick haben. Berichte aus dem superschoenen Bondo folgen! 🙂

Kisumu, finally…

(Birte, Mona, Michelle, Victoria, David) Wir entschuldigen uns recht herzlich, dass es von uns so lange keine Neuigkeiten gab, aber leider ist es nicht ganz leicht immer Strom fuer den Laptop zu bekommen.

Etwas spaeter als geplant, kamen wir in Kisumu an, wo wir bei Maureen zu Hause einen herzlichen Empfang und ein super leckeres Essen aufgetischt bekommen. Maureen hat zu sammen mit Dan CADAMIC gegeruendet und war so nett uns fuer eine Nacht in ihrem Garten zelten zu lassen.
Am naechsten Morgen fuehrte sie uns zu Fuss quer durch Kisumu zum Buero von CADAMIC. Hier erwarteten uns Christine, Berlin und Dan um uns gemeinsam die Organisation vorzustellen.
Gemeinsam verteilten wir unsere mitgebrachten Geschenke auf drei verschiedene Taschen, welche wir mit n die Schulen nehmen wollten, was naemlich heute an unserer Tagesordnung stand.
Der Weg zur ersten Schule, fuehrte uns in ein Slum und die Lebensbedingungen dort erschreckten uns sehr. Die Menschen hausen in Wellblechhuetten, Essen wird auf der Strasse in praller Sonne verlauf, aber trotzdem tragen die Kinder ein Laecheln im Gesicht, lachen uns an und rufen, dass es ihnen gut gehe.
Dann kamen wir in der schule an, in der in einem Raum 80 Schueler in vier Klassen unterrichtet warden, mit einer Altersspanne von 18 Monaten bis 8 Jahren. Als “Weisse” mit den Kindern ins Gespraech zu kommen, stellte sich als unmoeglich heraus, aber dafuer konnten wir umso besser mit ihnen spielen. Besonders die mitgebrachten Luftballons wurden mit Begeisterung aufgenommen.
Hier beobachteten wir auch eine Schulspeisung, die von CADAMIC finanziert wird. Der Abschied von den Kindern fiel uns schwer, wir ussten allerdings zur zweiten Schule, da wir schon hinter dem Zeitplan lagen.
In der zweiten Schule erwarteten uns viele Pfadfinder, die uns stolz ihren geschlechtergetrennten Campground zeigten. Wir wurden mit viel Gesang begruesst und mussten einige Reden ueber uns ergehen lassen. Die Pfadfinder begleiteten uns noch zum Bus, mit dem wir zur dritten Schule fuhren.
Wir stiegen aus und fuehlten uns wie Tokio Hotel, da wir von 800 vor Freude schreienden Kndern empfangen und abgeklatscht wurden. Unser erstes Gastgeschenk, ein Ball, jagte 800 Kinder und 20 Pfadfinder quer ueber die grosse Wiese. Gleichzeitig fand ein offizieller Teil statt, in dem wir begruesst wurden und Taenze aufgefuehrt wurden.
Wir konnten uns erst gar nicht von den Kindern trennen, doch muede, erschoepft und sehr beeindruckt von den ganzen Erlebnissen, machten wir uns auf den Heimweg.