Watoto Kabisa

e.V. – das Keniaprojekt des Landesverbands Rheinland-Pfalz/Saar im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP)

Kurz vorm Verhungern!

Nachdem wir schon die ersten Eindrücke von kenianischen Schulen gewonnen hatten, besuchten wir heute die dritte Schule. Als wir mit der pinken Rakete auf das Schulgelände kamen, sahen wir schon die gesamte Schülerschaft der Schule in blauen Schuluniformen zwischen den Gebäuden fröhlich winkend warten. Wir wurden herzlich von den Lehrern empfangen und durften auf einer Art Bühne auf Plastikstühlen Platz nehmen und bekamen ein Programm für den Schulbesuch. Nach ein paar Worten der Dankbarkeit und Begrüßung musste eine Delegation die „Willkommensparade“ der kenianischen Pfadfinder inspizieren.IMG_5432 Die eher militärisch geprägt Vorstellung von Pfadfinderei, wie sie in Kenia gelebt wird, ist für uns doch sehr befremdlich.

Danach saßen wir auf dieser „Bühne“ und durften uns gut vorbereitete Beiträge einzelner Klassen anschauen, wie eine super witzige Modenschau, verschiedene Gedichte, einen Sologesang und modernen sowie traditionellen Tanz. _MHB0722Danach konnten wir uns sehr dankbare Reden verschiedener Vertreter der Schüler*innen, der Lehrer*innen und der Eltern anhören. Auch hier war das Hauptproblem, welches die Schüler vom Unterricht abhält, die fehlenden Binden für Mädchen. Wir haben bei den Reden auch richtig gemerkt, wie sehr die Lehrer engagiert waren und wie familiär die Beziehung der Lehrer und Schüler zu- und zwischeneinander ist. Zum Beispiel hat wohl jeder Lehrer drei Familien als Patenfamilien, um die er sich besonders kümmert. Nach den einzelnen Beiträgen und Reden wurde Uji, der Maisporridge, ausgegeben. Doch wir wurden als Gäste zu einem Essen geladen, obwohl wir alle schon gefrühstückt hatten. Es war sehr lecker, aber auch ansrengend, da, wenn man seinen Teller fertig gegessen hatte, dieser direkt neu von den Lehrerinnen aufgefüllt wurde, trotz mehrmaligem „Dankeschön, ist sehr nett, ich bin schon satt, ich brauch nicht mehr, danke.“

Nach diesem sehr leckeren üppigen Essen, ging es zu den Beneficiary-Groups B1, B2 und C. Wir teilten uns wieder auf, um als Gruppe alles sehen zu können. Unserer Teil der Gruppe durfte mit Mary die Gruppe Korando C anschauen. Diese hatten anscheinend schon ca. drei Stunden auf uns gewartet und hatten in dieser Zeit bereits die Ziegen mit Insektenschutz eingesprüht._MHB0796 Deshalb zeigten sie und noch den Bock Christoph, der nach Chisum benannt ist, und die paar Ziegen, die in dieser Gruppe leben. Danach gab es Chapati und Toastbrot mit Margarine mit den Gastgebern und dem Bürgermeister. Leider waren wir sehr müde durch die Hitze und das gute Essen. Deshalb gingen wir noch zum nahen Victoriasee, der gigantisch und dreckig war.

Da wir von Anfang an im Zeitplan sehr zurückhingen, hatten wir heute leider keine Mittagspause und fuhren direkt zur nächsten Schule, die Manyatta Arab Primary School, einer muslimische Schule, die den Eindruck erweckte, eher reichere Kinder zu unterrichten, was jedoch nicht der Fall war. Dies lag daran, dass das Gebäude vor wenigen Jahren von einer deutschen Stiftung finanziert worden war. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Schulleiter durften wir wieder eine kleine „Marschvorführung“ der Pfadfinder abnehmen. Dann kamen wir auch ins Gespräch, welches am Anfang noch sehr gezwungen war, sich jedoch zum Glück noch lockerte._MHB0869 Wir fingen mit sehr witzigen Kreistanzspielen an, die fast so verrückt waren, wie die deutschen Kreisspiele. Diese machten sehr viel Spaß und waren sehr witzig. Diese Schule war auch die erste Schule, die das Spiel „This is the Story of my Pony“ verstanden hat.

Von dieser Schule ging es dann noch zum Supermarkt und zu unserem Schlafplatz. Dort gab es schon wieder ein sehr leckeres Essen, weshalb wir unsere Gastgeber Berline, Stella und das Team von WONESU zum nächsten Abendessen an den Victoriasee einluden. Wir hatten dann noch eine kleine Singerunde.

Torben

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