Watoto Kabisa

e.V. – das Keniaprojekt des Landesverbands Rheinland-Pfalz/Saar im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP)

Ein Vulkan so hoch wie die Zugspitze

Donnerstag, der 28. September

Aufstehen. Diesmal immerhin 6:00 Uhr. Unser Ziel heute sollte der Mount Longonot sein, ein Vulkan mit der atemberaubenden Höhe von 2800 Metern. Wie hoch das wirklich ist, sollte uns später noch auffallen.Nach einem wunderbar kenianischen Frühstück in dem Lokal des Vortags ging es dann auch schon Richtung Berg. Auf dem Weg durften sich Jojo, Bär, Johanna und meine Wenigkeit bereits etwas aufwärmen, denn ein Kenianer blieb mit seinem Traktor im Sand stecken und benötigte Hilfe.

Am Berg angekommen starte das Abenteuer direkt mit einem sehr steilen Anstieg, der so manchen in der Gruppe bereits in seiner Ausdauer und Willenskraft testete, dieser wurde aber mit Bravour gemeistert. Das tückische an dem riesigen Vulkan war jedoch die Tatsache, dass der tatsächliche Gipfel gar nicht zu sehen war, bis wir es auf die Höhe des Kraters geschafft hatten. Allein diese Etappe sollte uns zwei Stunden kosten. Der Krater und der Ausblick den dieser mit sich brachte war jedoch unfassbar. Einige Gruppenmitglieder verglichen die Krater mit ihrem Wohnort und kamen zum Entschluss, die Fläche des Kraters müsse größer sein. An der Wahrhaftigkeit dieser Aussagen ließ sich auch tatsächlich kaum zweifeln. Nun, auf Höhe der vulkanischen, Dorf-großen Schlucht des Berges hatte schon der ein oder andere sein Pulver verschossen, zumindest konnte man das meinen. Aber nein! Die komplette Reisegruppe machte sich auf, um den Gipfel zu erreichen. So ging es also ungefähr 3km am Rande des Kraters entlang, so manche Kletterpartie musste bewältigt werden und so mancher Stein wurde erklommen. Nach weiteren schweißtreibenden Stunden, Herzblut und Bergsteigermentalität war es dann soweit. Die komplette (!) Gruppe erreichte den Gipfel des Mount Longonots, der sich in einer Höhe von 2800 Metern befindet, also nur 200 Meter weniger als die Zugspitze, dem höchsten Berg Deutschlands. Spätestens ab diesem Moment realisierte jeder, dass wir vom Tal aus mal eben auf Hochgebirgsniveau gewandert sind. Überwältigt von der Aussicht und der mehr als respektablen Leistung beschloss jeder, die ganze Tour um den Krater zu vollenden, die noch ungefähr 4,5km lang und nicht minder schwierig war. Doch auch dies wurde von jedem geschafft, so dass wir, einmal um den kompletten Krater gewandert, wieder an unserem Startpunkt angekommen und mächtig stolz waren. Der Abstieg auf Talhöhe war so nur noch ein Kinderspiel.

Verstaubt, geschwitzt und wahnsinnig ausgelaugt ging es mit unserem Bus dann noch zum Markt, um die Zutaten für unser Abendessen zu besorgen. Mit deliziösem Mahl zum Abschluss war dann um neun Uhr schon Bettzeit, zu der unüberraschenderweise auch niemand gezwungen werden musste.

Jonas

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