Watoto Kabisa

e.V. – das Keniaprojekt des Landesverbands Rheinland-Pfalz/Saar im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP)

Good Morning, Kenya!

Zu wahrlich unchrstlicher Uhrzeit hieß es heute, am 27.09.17: “Guten Morgen! Aufstehen!“. Der Chronograph zeigte gerade 5.30 Uhr an (4:30 Uhr deutscher Zeit) und wir schälten uns aus Schlafsäcken und Zelten. Moussa (unser Busfahrer) und Titus sitzen pünktlich um 6:00 Uhr im Führerhäusschen unseres überdimensionierten Safari-LKWs und lassen den Motor an, während wir alle einsteigen. Abfahrt zum Hell’s Gate Nationalpark! Wir legten noch einen Frühstücksstop ein bei dem lokalen Äquivalent einer Frühstückspension. Frische Avocados, Mandasi, gekochte Eier und der typisch kenianische Tee sorgten für eine energiereiche erste Mahlzeit des Tages.

Die Tour durch den Nationalpark fand auf Fahrrädern statt, die wir vor Ort ausliehen. Noch während der Übergabe der Räder lernten wir das Verständnis der kenianischen Paviane von Gastfreundschaft kennen: Ronja konnte gar nicht schnell genug gucken, da war ihr der volle Beutel mit Brot auch schon aus der Hand gerissen! Mit einer sehr provozierenden, fast schon arrogant wirkenden Gemütlichkeit setzte sich besagter Pavian einige Meter entfernt ins Gras und verspeiste ganz genüsslich unseren Laib Brot. Dies sollte nicht die letzte Begegnung mit Kenias diebischen Primaten sein..

Die Tour durch den Park war atemberaubend! Neben Antilopen, Zebras und Büffeln konnten wir Giraffen, Warzenschweine und die geniale Landschaft bewundern. Am Ende der mit dem Rad befahrbaren Strecke erwarteten uns zwei Massai, John und Joseph, die uns die von Menschenhand unberührte Schlucht zeigten, welche dem Nationalpark seinen Namen gab, das „Hells Gate“. Ein Naturschauspiel sondergleichen! Durch Regenfälle in den Bergen verursachte Fluten höhlten die Schlucht immer weiter aus und formten unbeschreibliche Schönheit. Vulkanische Aktivität und die beiden dort aufeinander treffenden tektonischen Platten taten ihr Übriges. 45% der kenianischen Energiegewinnung resultieren aus eben genanntem Vulkanismus: Ein gigantisches Geothermie- Kraftwerk lässt in Sachen nachhaltiger und umweltfreundlicher Energiegewinnung die deutschen Bemühungen um grüne Energie alt aussehen.

Die Tour über Stock und Stein endete wieder am Ausgangspunkt, an welchem wir dann unser nächstes großes Affenerlebnis hatten. Eine der drei Avocados, die mitten auf einem voll besetzten Tisch lag, wurde kurzerhand und dreisterweise von einem kleinen Äffchen geklaut. Johannes und ich sahen uns gezwungen, die Mittagsmahlzeit der Anderen zu schützen und gingen notwendigerweise roh gegen die Affen vor. Welche immer wieder ihr Glück versuchten. Die Rückreise zum Fisherman´s Camp wurde mit Gesang verkürzt.

Während der nachmittäglichen Bootstour über den Lake Naivasha durften wir majestätische Weißkopf- Seeadler und Flusspferde bewundern. Der Tag schien langsam auszuklingen, bis dann plötzlich eine Giraffe mitten auf dem Campingplatz stand! Die Giraffe musste sich hierher verirrt haben und konnte, dank ihrer Gelassenheit, für viele tolle Fotos Model stehen. Wer kann schon von sich behaupten, mal eine Giraffe im eigenen Kotheneingang stehen gehabt zu haben?

In freudiger Erwartung auf Grumbeeren (Pfälzisch für Kartoffeln) sitzen wir heute Abend gemeinsam beisammen und freuen uns auf den morgigen, hoffentlich nicht minder ereignissreichen, Tag!

Herzliche Grüße aus Kenia

und

Gut Pfad,

Bär

(Bemerkung: Aufgrund unzuverlässiger Internet Verbindung diesmal keine Bilder)

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