Watoto Kabisa

e.V. – das Keniaprojekt des Landesverbands Rheinland-Pfalz/Saar im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP)

Farmen und Feiern

In meinem letzten Post habe ich tonnenweise heimische Baumsetzlinge bereits erwaehnt… Am Freitag haben Dan und ich die erste Kofferraumladung, hauptsaechlich Samen aus Bonde Kakoko, nach Mbuye gefahren. Momentan werden die Setzlinge ein wenig aufgepaeppelt und regelmaessig bewaessert, und wenn sie bald gross genug sind, werden sie auf dem Feld eingepflanzt.

Der Samstag war ein ganz besonderer Tag in Mbuye: Fuer Dans Mutter, die seit drei Jahren tot ist, wurde ein Memorial gefeiert. Vielleicht hat der ein oder andere schonmal davon gehoert, in Kenia sind selbst Beerdigungen eher ausgelassene Feste mit Musik bis tief in die Nacht, in Todesanzeigen werden sie auch nicht selten als „Celebration of a life well lived“ angekuendigt. Dementsprechend kann man sich vorstellen, dass ein Memorial erst recht keine traenenreiche Angelegenheit ist…

Schon frueh morgens kamen Gaeste von Dans Projekt Madodo aus Nairobi: Dan Oweggi, Vinnie, Augustin und die vier US-Volunteers Mike, Tim, Harris und Henry. So um die Mittagszeit (!) fing die Party an, und nachdem zwei Ziegen geschlachtet waren wurde reichhaltig gekocht: Gebratenes Ziegenfleisch, gekochtes Ziegenfleisch, gekochtes Ziegenallerlei, gekochtes Huhn, gekochter Fisch, ein Riesenpott Ugali, Sukuma Wiki, … Waehrenddessen trudelten immer mehr Leute ein, und bald spielte ein Musiker auf einer traditionellen Luo-Harfe auf. Mittlerweile hatten wir schon das lokale Millet-Bier getestet, das im Prinzip mit Porridge + Alkohol vergleichbar ist.

Ausserdem wurde wahnsinnig viel getanzt, mittags zu traditioneller, abends zu moderner Musik: Aus Nango war per Motorbikes eine mobile Disko mit Stromgenerator angeliefert worden. Es wurde gefeiert, getanzt und getrunken bis spaet in die Nacht. War ein toller Abend!

Mittlerweile war ich noch knapp ueber 20 Stunden in Kisumu, wo wir heute das erste Treffen der Beguenstigten hatten, die Ziegen aus unserer Zucht erhalten sollen: Das war sehr gut, die Stimmung war super und wir erarbeiteten zusammen nochmal die Regeln, die wir im Voraus bereits ueberlegt hatten. Gleich geht mein Nachtbus nach Nairobi, und nach einem knappen Tag dort fliege ich nach Hause!

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