Watoto Kabisa

e.V. – das Keniaprojekt des Landesverbands Rheinland-Pfalz/Saar im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP)

Kisumu, Mbuye, Kisumu

Hallo! Ich habe meinen Vorsatz, regelmaessiger zu berichten nicht vergessen, es war einfach nur immer so viel zu tun… Und dank der ergiebigen, taeglichen Regenfaelle in Kisumu gibt es hier vor allem Abends oefters mal Stromausfaelle, die mir einen Strich durch die Rechnung machen. Aber was solls, kommen wir zum Wesentlichen:

Am Samstag bin ich mit Robert und seinem besten Freund Calvins, der auch einmal die Ziegenfarm sehen wollte, aus Kisumu aufgebrochen. In Maseno haben wir versucht, Samen zu kaufen, letztendlich hatten sie die Pflanzen, die wir wollten jedoch nicht vorraetig und wir mussten unverrichteter Dinge nach Mbuye fahren. In den folgenden Tagen haben wir dort viel gearbeitet: Wir haben einen Teil des Felds mehrfach umgegraben und bewaessert. Der Moneymaker ist bereits nach einer Woche neben der Djembe (eine Art breite Hacke) zum wichtigsten Arbeitsgeraet auf dem Feld geworden. Unter anderem wird er auch dazu genutzt, den Watoto-Kabisa-Zuchtziegen Trinkwasser bis hinter den Zaun anzuliefern:

Ausserdem haben wir Napier Grass und Desmodium abgeholt, die beiden Pflanzen sollen zur Ernaehrung der Ziegen genutzt werden und auf dem Feld angepflanzt werden. Der wichtigste Tag in Mbuye war jedoch der Dienstag: Mr Juma aus Kisumu und zwei Tieraerzte aus Bondo waren eingeladen worden, um eine umfassende Ziegenschulung fuer das gesamte Dorf abzuhalten und alle wichtigen Faktoren der Ziegenzucht zu beleuchten. Leider konnte ich, da ich dem Luo im Allgemeinen dann doch eher weniger maechtig bin, kaum etwas verstehen, aber die Hauptsache ist doch schliesslich, dass alle relevanten Informationen bei den Dorfbewohnern ankommen. Ich bin der Meinung, sie haben stark vom Training profitiert und wir haben eine sehr gute Schulung auf die Beine gestellt.

Seit Dienstag Abend bin ich wieder in Kisumu, und auch hier gibt es alle Haende voll zu tun: Zusammen mit Bernard habe ich Kohdo, eine Schule in einem entlegenen Ecken des groessten Slums Obunga, mit einer 100kg-Ration Porridge fuer die Schulspeisungen versorgt. Der dreiwoechige Lehrerstreik ist seit Dienstag endlich um, und jetzt beginnen die interessanteren Teile der Arbeit in Kisumu. Naechste Woche werden dann auch endlich einige Fussballtrikots ausgegeben! Mehr dazu bald!

Beste Gruesse, David

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