Watoto Kabisa

e.V. – das Keniaprojekt des Landesverbands Rheinland-Pfalz/Saar im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP)

Monatsarchive: September 2012

Kisumu, Mbuye, Kisumu

Hallo! Ich habe meinen Vorsatz, regelmaessiger zu berichten nicht vergessen, es war einfach nur immer so viel zu tun… Und dank der ergiebigen, taeglichen Regenfaelle in Kisumu gibt es hier vor allem Abends oefters mal Stromausfaelle, die mir einen Strich durch die Rechnung machen. Aber was solls, kommen wir zum Wesentlichen:

Am Samstag bin ich mit Robert und seinem besten Freund Calvins, der auch einmal die Ziegenfarm sehen wollte, aus Kisumu aufgebrochen. In Maseno haben wir versucht, Samen zu kaufen, letztendlich hatten sie die Pflanzen, die wir wollten jedoch nicht vorraetig und wir mussten unverrichteter Dinge nach Mbuye fahren. In den folgenden Tagen haben wir dort viel gearbeitet: Wir haben einen Teil des Felds mehrfach umgegraben und bewaessert. Der Moneymaker ist bereits nach einer Woche neben der Djembe (eine Art breite Hacke) zum wichtigsten Arbeitsgeraet auf dem Feld geworden. Unter anderem wird er auch dazu genutzt, den Watoto-Kabisa-Zuchtziegen Trinkwasser bis hinter den Zaun anzuliefern:

Ausserdem haben wir Napier Grass und Desmodium abgeholt, die beiden Pflanzen sollen zur Ernaehrung der Ziegen genutzt werden und auf dem Feld angepflanzt werden. Der wichtigste Tag in Mbuye war jedoch der Dienstag: Mr Juma aus Kisumu und zwei Tieraerzte aus Bondo waren eingeladen worden, um eine umfassende Ziegenschulung fuer das gesamte Dorf abzuhalten und alle wichtigen Faktoren der Ziegenzucht zu beleuchten. Leider konnte ich, da ich dem Luo im Allgemeinen dann doch eher weniger maechtig bin, kaum etwas verstehen, aber die Hauptsache ist doch schliesslich, dass alle relevanten Informationen bei den Dorfbewohnern ankommen. Ich bin der Meinung, sie haben stark vom Training profitiert und wir haben eine sehr gute Schulung auf die Beine gestellt.

Seit Dienstag Abend bin ich wieder in Kisumu, und auch hier gibt es alle Haende voll zu tun: Zusammen mit Bernard habe ich Kohdo, eine Schule in einem entlegenen Ecken des groessten Slums Obunga, mit einer 100kg-Ration Porridge fuer die Schulspeisungen versorgt. Der dreiwoechige Lehrerstreik ist seit Dienstag endlich um, und jetzt beginnen die interessanteren Teile der Arbeit in Kisumu. Naechste Woche werden dann auch endlich einige Fussballtrikots ausgegeben! Mehr dazu bald!

Beste Gruesse, David

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Im Sueden gibts Neues

Eigentlich sollte man meinen, unter Kenianern hat man genuegend Zeit zum bloggen, aber irgendwie passiert es dann immer wieder doch, dass der Blog wochenlang unangetastet bleibt. Ich werde dieses Mal wirklich versuchen, etwas regelmaessiger zu schreiben. Dazu habe ich noch drei Wochen Zeit…

Seit unserer kurzen Meldung, dass wir auf Reisen sind, haben Michelle und ich viel gesehen: In Nyeri haben wir ein bisschen Kultur fuer Pfadfinder gemacht und Baden-Powells Grab und Alterswohnsitz besichtigt. Noch am selben Abend sind wir mit dem Nachtbus nach Watamu Beach gefahren, wo wir ein paar ruhige Tage verlebt haben und unter anderem die Ruinen der verlassenen Swahilistadt Gedi besichtigt haben. Vor unserer Rueckfahrt hatten wir auch noch ein paar Stunden Zeit, Mombasa zu erkunden, und zurueck in Nairobi haben wir uns zusammen mit Steve das Nationalmuseum angeschaut.

Michelle und ich in Gede

Dann ging irgendwann Michelles Rueckflug, und seit letztem Donnerstag bin ich alleine in Kenia. Ich habe mir Madodo, Dans Projekt in Nairobi, etwas genauer angeschaut als bei unserem Besuch im Vorjahr, und bin dann samstags mit Dan und zwei Madodo-Volunteers aus den USA Richtung Mbuye aufgebrochen.

In Mbuye angekommen, haben wir den Moneymaker ausprobiert, den Mitsch im Fruehjahr angeschafft hatte: Eine Fusspumpe zum Wassertransport aufs Feld. Nachdem wir ein paar moegliche Varianten des Anschlusses an das Bohrloch getestet hatten, machten wir dann auch schnell Naegel mit Koepfen und eine Klappe in die Betonabdeckung des Bohrlochs. Spaeter haben wir noch das bereits abgehackte Buschwerk verbrannt, somit ist das Feld komplett bepflanzbar – und damit wurde auch schon begonnen!

Ich bin, seitdem ich Dan und die beiden Amerikaner zum Bus gebracht hatte, alleine in Kisumu. Die letzten beiden Tage war ich mit Berlin und Bernard unterwegs, um die Familien, die im letzten Jahr Ziegen bekommen hatten, zu besuchen und deren Ziegen mit Ohrmarken zu taggen. Dabei haben wir nicht nur schoene Rueckmeldungen bekommen: drei Ziegen sind leider gestorben. Es bleiben aber noch ueber 20 Ziegen, die alle bei guter Gesundheit sind und zum Teil sogar schon Nachwuchs haben, andere sind schwanger – eine Jahresbilanz, mit der wir durchaus zufrieden sein koennen und die mich in meiner Ansicht bestaerkt, dass die Ausgabe von Ziegen eine runde Sache ist. Durchweg alle Leute geben sich sehr viel Muehe, und somit bin ich auch sehr optimistisch, dass die hoeherwertigen Ziegen aus unserer Zucht in Mbuye vertrauenswuerdige Besitzer finden.

Apropos Mbuye: Dort werde ich mein Wochenende verbringen, am Dienstag gibts dann ein weiteres Staff Training.

Beste Gruesse, David

Auf Reisen

Hallo,

das Wichtigste in Kuerze: Uns geht es gut und wir haben viel Spass! Heute waren wir in Nyeri, gleich geht es weiter nach Watamu Beach – aus diesem Grund folgen alle naeheren Informationen erst wenn wir das naechste Mal Internet und vor allem Zeit haben!

Auf dem Gipfel des Mount Longonot, so hoch wie die Zugspitze!

 

Beste Gruesse an alle,

Michelle und David

Et voila: Ein Zaun!

Wir duerfen stolz verkuenden: Der Zaun ist fertig!
Die komplette letzte Woche verbrachten wir in Mbuye (daher auch kein neuer Post) und bauten mit den Maennern des Dorfes gemeinsam einen 65 x 100 m Zaun fuer das Feld. Das war ganz schoen viel Arbeit (Loecher mit der Brechstange in den Boden schlagen, Holzpfaehle von Eselkarren abladen und auf dem Fusspfad zum Feld tragen, Beton mit der Hand anruehren, Stacheldraht spannen und Tore fuer das Feld zimmern), aber das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen!

Gerade befinden wir uns in einem Internetcafe in Nairobi (deshalb gibt es im Moment auch leider keine Bilder, das Internet ist grausam!), denn heute Mittag mussten wir uns leider von Jan verabschieden, der mittlerweile auf dem Weg zurueck nach Deutschland ist.
Nach so viel Arbeit haben wir beschlossen, dass wir uns auch mal ein bisschen Urlaub goennen duerfen. Deshalb fahren wir morgen gemeinsam mit Titus und zwei Deutschen aus Augsburg an den Lake Naivasha und anschliessend zum Hell’s Gate – ein Nationalpark, den man mit dem Fahrrad durchquert!

Wir hoffen, dass wir uns bald wieder melden koennen.

Liebe Gruesse,
Michelle und David