Watoto Kabisa

e.V. – das Keniaprojekt des Landesverbands Rheinland-Pfalz/Saar im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP)

Besuch beim Ziegenprojekt der Frauengruppe in Sidindi

Es ist sehr schön zu sehen, wie erfolgreich ein Milchziegenprojekt verlaufen kann!

Heute haben wir eine Women’s Group in Sidindi, nördlich von Kisumu besucht. Die Frauen dort haben die letzten 5 Jahre an einem von der NGO Heifer International durchgeführten Milchziegenprogramm teilgenommen.

Um Teil des Projekts zu sein mussten die Mitglieder eine Gruppe gründen und einen Vorsitzenden wählen. Dann mussten alle Mitglieder an Workshops zu Ziegenhaltung teilnehmen, ein kleines Feld mit Ziegen futter anlegen und einen Stall für ihre Ziegen bauen. Alle Familien, die diese Vorraussetzungen erfüllen konnten, erhielten dann eine Ziege, die eine Kreuzung aus lokalen Ziegen und einem reinrassigen Saanen Bock war.

Dazu erhielt die Gruppe einen reinrassigen Bock, der die Ziegen der Gruppe reihum bedienen durfte. Die Ziegen, die drasu entstanden, mussten an ein Mitglied der Gruppe weitergegeben werden, das bis dato noch keine Ziege hatte. Die zweite Ziege durfte die Familie behalten, die dritte wurde verkauft und der GEwinn ging in die Gruppenkasse, als Rücklage für Notfälle. Alle weiteren Ziegen gingen im Wechsel in den Besitz der Familie und den Besitz der Gruppe über.

Die Milch der Ziegen wird hauptsächlich für kleine Kinder und Kranke und Alte genutzt, da sie nachgewiesenermaßen bekömmlicher und reichhaltiger als Kuhmilch ist. Überschüssige Milch wird entweder an bedürftige Kinder im Dorf verteilt oder verkauft. Der Dünger der Ziegen bringt den Frauen reichere Ernten auf ihren Feldern, als sie dies vorher hatten.

Dazu generiert der Verkauf der Ziegen für die Familien ein echtes Einkommen. Die Vorsitzende der Gruppe konnte sich durch den Verkauf einer reinrassigen Ziege ihr Haus bauen, in dem sie uns empfing! Bei einem Spaziergang durchs Dorf konnten wir in sehr vielen Haushalten Milchziegen antreffen, die einen nachhaltige Veränderung im Leben der dortigen Bevölkerung bewirkt hat.

Die Erfahrungen, die Berline, Maureen und ich heute gesammelt haben bestärkt uns weiter in unserem Plan, ab jetzt gekreuzte Ziegen, die mehr Milch geben, an bedürftige Familien auszugeben.

Auch wenn die Familien in den Slums nicht die Möglichkeit haben werden auf Anhieb mit reinrassigen Milchziegen zu hantieren, da sie zum Beispiel nur über wenig oder kein Land verfügen, so können die simpleren, gekreuzten Ziegen dort auf den Wiesen und in den Büschen dennoch genug Nahrung finden, um die Familie mit etwas Milch zu versorgen.

Wenn dies nur 2 Tassen am Tag sind, und nicht die 5 Liter, die eine „echte“ Milchziege gibt, so hat dies dennoch eine Verbesserung der Nahrungssituation der Familie und damit eine Verbesserung der Lebensumstände zur Folge.

[Auf diesem Bild sind nicht nur 4 Ziegen versteckt. Dazu liegt hier auch die Antwort, wo denn eigentlich Bananen, Ananas und Papayas wachsen!]

 

Ich bin gespannt, was die nächsten Tage für weitere Erkenntnisse bringen!

Erokamano,

Mitsch

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