Watoto Kabisa

e.V. – das Keniaprojekt des Landesverbands Rheinland-Pfalz/Saar im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP)

Ziegen, Ziegen und nochmal Ziegen

(Mona, Victoria, David) Am Freitag morgen ging es wie immer ziemlich frueh los, dieses Mal fuhren wir nach Bondo auf den Ziegenmarkt. Es gab auch Rinder, Schafe und Esel, aber wir waren ja wegen der Ziegen hier. Mitsch verhandelte den Kaufpreis dreier Ziegen, weitere 22 hatten vorher schon Cadamic gekauft, da sie beim Verhandeln ernster genommen wurden.
Stunden zu spaet kamen wir dann an der Kodiaga Primary School an, wo wir von aufgeregten Kindern begruesst wurden. Wieder wurden wir abgeklatscht und ausgiebig mit Gesang und Tanz (zum Mitmachen, yeah!) willkommen geheissen. Nach einigen Reden uebergaben wir 13 Ziegen an besonders arme Familien der Schule. Sie bedankten sich mit der Swahili-Version von Amazing Grace, was hier nur zu ganz besonderen Anlaessen gesungen wird.
Anschliessend fuhren wir wieder in unsere Lieblingsschule, die Ogango Primary School. Hitze und Stress hatten uns zwar zugesetzt, jedoch zauberte uns der begeisterte Empfang der Kinder wie schon am Vortag ein Laecheln ins Gesicht. Als wir begannen, mit ihnen deutsche und afrikanische Tanzspiele zu spielen, ging die Party ab. Vor lauter Spass bekamen wir von der Ziegenuebergabe, die auf Mitsch, Carmen und Nadine zurueckfiel, gar nichts mit.
Doch auch die groesste Party ist mal zu Ende, und wir fuhren hungrig und muede, aber gut gelaunt zurueck zu unserem Campground. Nach ewigem Schlangestehen an der Supermarktkasse war es dunkel, als wir dort ankamen. Voellig am Ende, wurden wir von den kenianischen Scouts schon sehnlichst erwartet. Trotz Erschoepfung freuten wir uns ueber das fuer uns zubereitete Abendmahl und stellten uns gegenseitig vor. Nach einem langen Tag waren wir voellig am Boden, wo wir guenstigerweise unsere Schlafsaecke vorfanden. Nicht nur die Hitze, sondern auch die Kenyan Time macht uns zu schaffen: Ueber den ganzen Tag sammeln wir Verspaetungen und geplatzte Terminabsprachen wie Bonusmeilen. Als Ventil dient uns immer oefter das Schnaps-Lied. Aber was solls, wir wussten ja, dass Afrika kein Zuckerschlecken ist, aber Zuckerrohr schmeckt eigentlich sehr lecker!

Samstag: Endlich mal ausschlafen, bis uns die Hitze aus den Schlafsaecken trieb – also um halb 8 (6.30h bei euch).
In duennsten Klamotten traten wir bei verschiedenen Spielen gegen die dick vermummelten Scouts an. Nach dem Sackhuepfen, spaetenstens nach dem Volleyball lagen die meisten von uns unter dem selbstgebauten Sonnensegel. Jetzt ging es froehlich auf zum Hardcore-Chillen, das uns den Schweiss auf die Stirn trieb. Es ist hier nichts besonderes, ohne Anstrengung vier Liter Wasser am Tag zu trinken.
Nach spaetem Mittagessen und einer Reflexionsrunde kochten wir in den Sippen super leckeres Essen, wie zum Beispiel Kartoffeln mit Mango-Auberginen-Bananen-Paprika-Ingwer-Erdnuss-Kokos-Chilisauce (yummi!!). Nun ging es zum Campfire der kenianischen Scouts, wo wir die altbekannten Singspiele darboten. Zu Beginn machte die
Begegnung Spass, aber irgendwann begann die militaerische Ausrichtung der Pfadfinder unsere antiautoritaer erzogenen Gemueter zu penetrieren. Um wieder runterzukommen starteten wir danach eine Singerunde im kleinen Kreis.

Mittlerweile ist Sonntag, und in etwa zwei Stunden werden wir nach Bondo aufbrechen. Wir freuen uns schon auf die Begegnung mit Dans Familie und das Landleben am Ufer des Victoriasees. Ach ja, und was in diesem Post vielleicht etwas untergeht: Uns geht es gut und wir erleben eine Menge.

Servus, Gruezi und hallo von uns an euch!

Die letzten zwei Posts wurden nachtraeglich abgeschickt, weil wir erst jetzt wieder Guthaben auf dem Surfstick haben. Berichte aus dem superschoenen Bondo folgen! 🙂

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7 Antworten zu “Ziegen, Ziegen und nochmal Ziegen

  1. Bärbel und Bernd 12. Oktober 2011 um 04:55

    Herzlichen Glüchwunsch!
    Liebe Julia, das ist mit Sicherheit ein ganz besonderer Geburtstag für dich!!!
    Nur schade, dass wir nicht dabei sein können, aber wir drücken dich in Gedanken ganz fest!
    Wir verfolgen täglich eure Keniareise, auch wenn leider nicht immer was neues drinn steht, und sind jetzt schon ganz gespannt was im nächsten Beitrag steht.
    Alles Liebe, Mama und Papa

  2. Roswitha und Fritz Seegmüller 12. Oktober 2011 um 10:21

    Hallo, liebe Jacqueline,

    viele liebe Grüße aus der Heimat und einen nachträglichen Glückwunsch zu Deinem Geburtstag, übermitteln Dir Oma Roswitha und Opa Fritz.
    Wir hoffen, daß es Dir im fernen Land gut geht und daß Du bald wieder gesund
    und voll beladen mit guten Eindrücken von Deiner großen Reise zurückkommst.
    Herzliche Grüße und einen ganz dicken Kuß von uns beiden.

  3. Maite 12. Oktober 2011 um 14:30

    Ich hoffe ihr feiert Julia gebührend, also dir alles, alles liebe und Gute und ich bin sehr gespannt, wie man in Kenia einen Geburtstag feiert!! 🙂

  4. Gorges Thomas 12. Oktober 2011 um 21:00

    Hallo Schnecke, hoffe der Victoriasee hat Dich beieindruckt, Mama und ich hatten den See
    leider nie gesehen, lag nicht auf unserer Safari. Finde Eure Aktionen toll. Die Eindrücke dieses
    Landes wist Du niemals vergessen, frag mal Mama! Hast Du Geparden in freier Wildbahn gesehen?
    war uns nicht möglich. Erhoffe Bilder ohne Ende. Und vorallem eine glückliche Heimkehr Eurer
    ganzen Truppe.

    P.S. Alle die Dich kennen im Umfeld meiner Firma grüßen Dich
    Will Dich wieder in den Arm nehmen
    Gruß Papa

  5. Manuela Seuberth 13. Oktober 2011 um 04:01

    Impressionen
    Der Herbst ist nun da – Nebel,Nieselregen, Wind,viele Blätter,19 Uhr – stockdunkel.Mit 13 Grad gerade noch angenehm.Was nun? Winterkleidung vom Speicher nehmen,Winterreifen auf das Auto montieren,viel Tee trinken,
    ins Kino gehen und Johnny English sehen.Mr.Bean war wieder toll!!!Ich fand den Film soo klasse.
    Tintentod nun entlich fertig lesen.Oder …..
    eure Berichte lesen und von Afrika Träumen …..

  6. mitsch 14. Oktober 2011 um 11:40

    also…. ich habe meine ziege fuer 200 ksh weniger als die locals eingekauft, und selbst verhandelt… von wegen die werden ernster genommen =)

  7. Michelle 19. Oktober 2011 um 20:57

    Hihi, ihr habt das Wort „penetriert“ benutzt! War daran etwa mein phänomenal guter Einfluss Schuld? 😉

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