Watoto Kabisa

e.V. – das Keniaprojekt des Landesverbands Rheinland-Pfalz/Saar im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP)

Ich bin ein kleines Nilpferd

(Victoria) Der Lake Naivasha. Sich langsam wogendes, bis zu 18 Meter tiefes Wasser. Baeume, Straeucher und Wasserlilien. Ueber 300 Vogelarten. Fische. Nilpferde. Und? Dunkelheit. Denn wir sind abermals etwas spaeter angekommen als urspruenglich geplant, und so beeilten wir uns mit dem Kohtenaufbauen im Camp am See, um so bald wie moeglich essen zu koennen.

Nach der Abendrunde liess uns jedoch der Gedanke, den Abend in der Naehe von suessen, dicken Nilpferden zu verleben ohne diese knuddeln zu koennen, keine Ruhe, und so naeherten wir uns dem Ufer, um nach Hippos Ausschau zu halten. Leider naeherten wir uns aber auch einem elektrischen Schutzzaun, und nur eine aufmerksame Gruppe israelischer Touristen rettete uns vor dem nilpferdvernichtenden Stromschlag. Dann jedoch, als wir Nilpferdgeraeusche imitierend am Zaun entlangliefen, fiel uns beim Anblick des ersten direkt neben uns grasenden Hippos, das sich nicht spaeter faelschlicherweise als Baeume herausstellte, nichts besseres ein, als zu hyperventilieren – was das Nilpferd dazu bewegte, erst in einigen Metern Entfernung wieder weiterzuschmatzen. In der Naehe entdeckten wir noch mehr Nilpferde, die zwar knuddelig aussahen, aber wohl doch lieber nicht geknuddelt werden sollten – denn wozu gab es schliesslich einen Elektrozaun?! Stattdessen begannen wir unsere Singerunde im kleinen Kreis mit einem Woelflingslied:

„Ich bin ein kleines Nilpferd und wiege hundert Pfund.
Mein Speck ist mir sehr viel wert, er macht mich kugelrund.
Ich bin ein kleines Nilpferd und war noch nie am Nil,
wenn einer mal zum Nil faehrt, der Nil ist auch mein Ziel.“

Wurde uebrigens schonmal erwaehnt, wie unglaublich nervig es beim Schreiben ist, dass auf der englischen Tastatur y und z vertautscht sind? Grr.

Heute Morgen fuhren wir dann endlich mit Motorbooten und muellautofarbigen Schwimmwesten hinaus auf den im Licht der aufgehenden Sonne glitzernden Lake Naivasha. Wir sahen Scharen von Pelikanen, bestaunten jagende Fischadler und Moewen am Himmel ueber uns. Durchs seichte Wasser stacksten Stoerche und Kormorane, und auch die Landschaft um den See herum war ultrabeeindruckend. Und daaaann? Dann tauchtend endlich ruhig schnaubende Hippokoepfe aus dem Wasser auf, kaum vier Meter von uns entfernt – und die Bootstour war zu 100 Prozent atemberaubend.

Mittlerweile holpern wir schon wieder im Hakuna Matatu zusammengeschweisst (!) weiter, nachdem wir eben im Ort fuer umgerechnet 80 Cent pro Person ein riesiges, reichhaltiges Fruehstueck genossen haben. Jetzt versuchen wir, unsere Buszeitvertreibsmethoden zu perfektionieren und freuen uns unheimlich auf Kisumu, unser ziel, wo wir die naechsten Tage verbringen und endlich die Arbeit von Cadamic sowie den Alltag in Schulen und Familien hautnah erleben werden. Watoto Kabisa!

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Eine Antwort zu “Ich bin ein kleines Nilpferd

  1. Pingback: Happy Hippos, again « Keniafahrt

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